Was Dich erwartet,
wenn Du als Mann eine Lingammassage empfangen möchtest
Der Ablauf einer Lingamheilmassage entspricht dem der
Tantraheilmassage mit der Besonderheit, daß mehr Zeit auf die Berührungen des
Lingam verwendet wird.
Dabei ist es wichtig zu wissen, daß es sich nicht um eine
sexuelle genitale Stimulation oder käufliche sexuelle Aktion handelt, wie es
bei erotischen Massagen üblich ist, sondern daß es darum geht den empfangenden
Mann ganz so zu lassen wie er in diesem Moment ist und fühlt.
Dabei öffnet sich der Tantramasseur/die Tantramasseurin
zusammen mit dem Empfangendem in freiwilliger Freude ganz der Heilung des Lingam,
gleich ob dabei Lust entsteht, die sich in Erektion ausdrücken mag oder ob der
Lingam schlummert, sich ganz entspannt und berührt wird ohne dabei selbst etwas
leisten zu müssen.
Lange unterdrückte Tränen, sich zeigende Ängste,
Müdigkeit, Entspannung und Gefühle des Angenommenseins als Mann sind dabei
genauso willkommen zur Heilung alter Verletzungen und dem Ankommen im Hier und
Jetzt wie Lustreaktion und Erektion.
Der Empfangende läßt geschehen, atmet und fühlt seinen
Körper, ohne daß in seinem momentanen Zustand irgendetwas hergestellt oder
gemacht werden soll. Die Berührungen bleiben absichtslos ohne daß zurück berührt
wird und sind ausschließlich der Heilung gewidmet. Es geht also weder um
angestrebte Orgasmus, noch darum den empfangenden Mann zu irgendetwas zu
drängen, etwas von ihm zu erwarten oder in Richtung Entladung zu stimulieren.
Daraus ergibt sich die eigentliche Heilung der liebevollen, annehmenden
Berührung.
Wer eine Lingammassage empfangen möchte sollte mit dem
Ritual vertraut sein und zuvor schon einmal eine allgemeine Tantramassage hier
empfangen haben, bei der der Lingam auch berührt wird, aber ihm keine
Sonderstellung zukommt. Jeder Körperteil ist berührens- und liebenswert. Diese
Erfahrung wird bei Buchung einer Lingammassage vorausgesetzt.
Der Lingam als
Zeichen göttlicher Männlichkeit
Lingam oder auch Vayra ist das indische Wort für den
Phallus, den Donnerkeil, das Zeichen des Gottes Shiva.
Er ist in seiner Funktion eindeutig der Sexualität
zugedacht und wird der Verehrung von absoluter Vereinigung und Verschmelzung
zugeordnet.
Das bedeutet in der körperlichen Liebe und Fortpflanzung,
ohne die wir nicht existent wären, kommen wir an seiner wichtigsten Rolle nicht
vorbei, aber in dieser Massage darf er seine Rolle einmal aufgeben und
ausschließlich empfangen.
Die phallischen Symbole verschiedener Kulturen sprechen
noch heute für den Stolz und die Selbstverständlichkeit in ihrem Umgang mit dem
männlichen Geschlechtsteil. Gleich ob Alltagsgegenstände oder Sakralobjekte,
benutzt, ausgestellt oder angebetet, die schöne, schmeichelnde, aufstrebende
Form eines Gliedes wurde stets zur Darstellung von Macht uns Stärke benutzt.
In dieser Stärke, aber auch in der Selbstverständlichkeit
ganz ohne Scham, Unterdrückung, Zwang und Leistungsdruck in der Entspannung
ehren wir gemeinsam seine Schönheit und Empfindsamkeit.
Das heißt nicht nur romantische Wildheit, Zielstrebigkeit,
Zähigkeit und klare Struktur der männliche Yang-Energie zu bejahen und zu
unterstützen, sondern auch das Menschsein mit all seiner Verletzlichkeit so
willkommen zu heißen wie es gerade ist.
Der Lingam verhilft in seiner Anmut und seinem Dasein zur
tantrischen Präsenz und Feinfühligkeit im eigenen Körper.
Wie er sich dabei zeigt spielt keine Rolle.
Er ist willkommen wie er ist.
Im Tantrismus geht die
Phallusverehrung Hand in Hand mit dem gefühlten Einheitserlebnis und der
Heiligkeit der menschlichen und erotischen Begegnung und der Dankbarkeit für
dieses göttliche Geschenk der Durchdringung und geliebten Zeichens der
Männlichkeit. |